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WALDER WEINLADEN
L  E  C  K  E  R    S  O  L  I  N  G  E  N
 
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Wir haben unsere Winzer nach den Weinbaugebieten untergliedert.

 

Weinbaugebiet Mosel

 

Weingut Karthäuserhof in Trier - Eine ereignisreiche Geschichte

Das Weingut liegt kurz vor der Mündung der Ruwer in die Mosel, nahe dem Ort Eitelsbach, in einem Seitental. Der Name „Karthäuser“ weist auf den Orden des heiligen Bruno von Köln hin, der diesen Orden im 11. Jahrhundert in Chartreuse nahe Grenoble gegründet hat und der sich anschließend in Europa verbreitete. Dieser Orden hat als Wappentier eine Meerkatze. Dies rührt wohl daher, dass der heilige Bruno das Kloster in Chartreuse nach kurzer Zeit verließ, da er vom damaligen Papst nach Rom gerufen wurde. Dort fühlte er sich aber nicht wohl. Er ging nach Kalabrien in die Berge und gründete dort in der Nähe des Bergmassiv Serre ein zweites Kloster. In Kalabrien gibt es viele Meerkatzen.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde dieser Orden vom Erzbischof Balduin von Trier in die Trierer Gegend geholt, wo er ab 1331 eine rege Tätigkeit entfaltete. Die Mönche gründeten die Kartause ad St. Albanum, die auf einem Grundstück vor der Stadt Trier am Neutor in der Nähe von Heiligkreuz, an der heutigen Karthäuserstrasse lag. Zudem erhielten sie von Balduin den Hof in Eitelsbach am 29.08.1335 zum Geschenk. Dieser Hof blieb dann über mehrere Jahrhunderte im Besitz der Karthäuser, die dort mit etwa zehn Mönchen und mehreren Laienbrüdern Weinbau und Landwirtschaft betrieben.

Valentin Leonardy ersteigerte den Gesamtbesitz mit Weinbergen, Ackerland, Wald und Wiesen im Jahre 1811 in Paris für 62.500 Franken. Er setzte sich in der Trierer Region nicht nur für die Rieslingrebe stark ein, sondern pflegte auch den Burgunder. Im Flaschenkeller des Karthäuserhofs lagern immer noch einige wenige Flaschen Burgunder, die Anfang des 20. Jahrhunderts geerntet wurden.
1824 heiratet seine einzige Tochter Susanne, Johann Wilhelm Rautenstrauch, einen Großkaufmann, Kommerzienrat und Handelskammerpräsident. Zu diesem Zeitpunkt ging auch der Karthäuserhof in dessen Besitz über.

Nach dem Tod von Johann Wilhelm Rautenstrauch im Jahr 1858, erbte der zweitgeborene Sohn Karl Wilhelm, genannt Wilhelm, der 1849 geboren wurde, das Eitelsbacher Gut. Er führte es in dieser Zeit zu Weltruf, was viele internationale Auszeichnungen, die das Weingut bspw. auf Weltausstellungen bekam, beweisen. Wilhelm Rautenstrauch, der 1876 geheiratet hatte, verstarb überraschend 1896 relativ jung im Alter von 47 Jahren, so dass seine Witwe Kathinka Rautenstrauch, geb. Mühlens - aus dem Hause 4711 in Köln -, das Weingut übernehmen musste bis der älteste Sohn Hans Wilhelm seine land- und weinbauwirtschaftliche Ausbildung abgeschlossen hatte und den Hof übernahm. Hans Wilhelm Rautenstrauch leitete das Weingut über 50 Jahre hinweg. Im Jahre 1921 heiratete er Elisabeth Michels aus Köln, die einer alteingesessenen Patrizierfamilie entstammte. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder, 1 Sohn und zwei Töchter, Maria und Cathinka, hervor, wobei der erstgeborene Sohn ganz früh verstarb.

1947 heiratete Maria Rautenstrauch den Offizier Werner Tyrell, der nach dem Tod seines Schwiegervaters im Jahre 1951 den Karthäuserhof übernahm. Er bekam einen Betrieb mit Weltruf und führte ihn über 30 Jahre. Aus dieser Ehe entstammen 7 Kinder. Der älteste Sohn Christoph übernahm im Jahre 1986 den Karthäuserhof in der 6. Generation, der bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten wurde.

Die Monopollage „EITELSBACH ERKARTHÄUSERHOBERG“ umfasst ca. 19 ha und ist mit den für das Terroir typischen Rebsorten Riesling und Weißburgunder bepflanzt. Hinzu kommen ca. 85 Hektar an landwirtschaftlicher Nutzfläche und Wald.
Kompromissloses Qualitätsstreben, innovative Handwerkskunst und ehrfürchtiger Umgang mit den Ressourcen des Kulturgutes KARTHÄUSERHOFBERG, sind Anspruch und Leitlinie von Christoph Tyrell und seinem Gutsverwalter und Kellermeister Christian Vogt. So gehört der Karthäuserhof national wie international zu den renommiertesten und erfolgreichsten deutschen Weinmanufakturen...

Weingut Philipps-Eckstein in Graach

 

Der Riesling stellt in nördlich gelegenen Anbaugebieten hohe Anforderungen an die Lage, da er sehr spät reift.  Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen Steillagen der Mosel.

Die Farbe des Weins kann von blass-gelb mit Grünstich bis goldgelb reichen. Der Geschmack zeichnet sich in der Jugend durch vielfältige fruchtige Aromen, wie Grapefruit, Limone, Zitrone, Apfel, Pfirsich und Passionsfrucht, aus. Normalerweise sind die Weine leicht bis mittelschwer, und werden als frisch, stahlig, rassig und mineralisch beschrieben. Der Riesling besitzt die Fähigkeit, den Charakter der jeweiligen Lage besonders gut zum Ausdruck zu bringen (→ Terroir). Aufgrund ihres relativ hohen Säuregehalts besitzen Rieslingweine eine sehr gute Lagerfähigkeit (5–10 Jahre). Die Fruchtaromen weichen im Laufe der Reifung mineralischen und Bodentönen. Altersgereifte Weine weisen zudem häufig eine „Petrolnote“ auf.

Die Familie bewirtschaftet Weinareale in den Lagen  Graacher "Domprobst", "Himmelreich" und "Abtsberg" sowie das Bernkasteler "Johannisbrünnchen", insgesamt ca 3,5 Hektar.

 

„Einer der besten Riesling-Macher“ schrieb der „Trierische Volksfreund“ als Patrick Philipps nach der Bewertung von 1.412 Weinen aus Europa, Amerika und Australien von 114 Juroren die Auszeichnung „Best of Riesling“ als einziges Weingut der Mosel erhielten.
Darauf ist man natürlich sehr stolz. Es ist eine Bestätigung, dass die Familie mit ihrer Qualitätsphilosophie auf dem richtigen Wege ist: Beste Weine, in die man viel Arbeit investiert, zu einem vernünftigen Preis zu vermarkten.

 

Der Familienbetrieb Philipps-Eckstein

Seit 1969 betreiben Hans und Gisela Philipps das kleine Weingut mit 0,8 ha im Nebenerwerb. Schon damals half der junge Spross Patrick Philipps im familieneigenen Winzerbetrieb bei der Weinlese und Weinveredelung mit.

Im Jahr 1987 machten sich die Philipps selbstständig und eröffneten auf der Graacher Schäferei die kleine Weinstube mit Winzerwirtschaft und Gästezimmern. Während Patrick seine Aussbildung als Bürokaufmann abschloss und bis 1997 in dieser Branche berufstätig war, erfolgte ein Jahr später der Schritt zur Betriebsübergabe und die Wandlung vom Bürokaufmann zum Winzer. Zur Hauptaufgabe zählen neben dem hochqualitativen Ausbau der Weine und der Vermarktung natürlich die Bewirtschaftung der überwiegend in Steillagen existierenden Weinberge, die Patrick Philipps mit seinem Vater Hans betreibt.

Michaela Philipps kümmert sich derweil um das Wohlergehen der Gäste und betreibt die Weinstube mit der dazugehörigen Winzerwirtschaft. Gisela Philipps gilt als gute Seele des Hauses und versorgt die Gäste mit Gutem aus der Küche. Und wie es die Tradition verlangt, arbeitet auch schon die junge Tochter Laurine mit kleinen Handgriffen im Keller und der Weinstube mit. Ein echter Familienbetrieb eben!